Die Computertomographie (CT) ist das genaueste bildgebende Verfahren für die Lunge. Sie zeigt auch kleine Herde, die im Röntgenbild verborgen bleiben, und das in wenigen Sekunden.
Termin vereinbaren
Im Notfall zählt jede Minute. Bei plötzlicher Atemnot, starkem Brustschmerz oder Bluthusten wählen Sie sofort den Notruf 112. Als radiologische Praxis übernehmen wir die geplante, abklärende Bildgebung, nicht die Notfallversorgung.
Wann ist ein CT der Lunge sinnvoll?
Ob und welche Untersuchung für Sie sinnvoll ist, entscheidet Ihr behandelnder Arzt. Typische Anlässe sind:
- ein unklarer Befund im Röntgenbild, etwa ein Rundherd oder ein Schatten,
- anhaltender Husten oder Atembeschwerden, deren Ursache noch nicht geklärt ist,
- die Verlaufskontrolle eines bekannten kleinen Lungenherds,
- der Verdacht auf eine Erkrankung des Lungengewebes, etwa eine Lungenfibrose,
- die Nachsorge nach einer Tumorerkrankung.
Niedrigdosis-CT: so wenig Strahlung wie möglich
Die Lunge ist mit Luft gefüllt und lässt sich deshalb schon mit sehr wenig Strahlung gut darstellen. Für viele Fragestellungen, etwa die Kontrolle eines Lungenherds, untersuchen wir mit einem Niedrigdosis-CT. Unser Siemens SOMATOM go.Up passt die Strahlung dabei an jede Untersuchung und jeden Körper an: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Kleine Lungenherde: meist harmlos
Kleine Lungenherde fallen häufig als Zufallsbefund auf. Die allermeisten sind gutartig, etwa alte Narben nach einer Entzündung. Ob und wann eine Kontrolle sinnvoll ist, richtet sich nach Größe, Form und Ihrem persönlichen Risiko. Wir befunden nach den international anerkannten Empfehlungen und vergleichen mit Voraufnahmen, wenn Sie diese mitbringen. So lässt sich oft Entwarnung geben.
Früherkennung von Lungenkrebs
Für langjährige starke Raucher und ehemalige starke Raucher ist die Früherkennung von Lungenkrebs mit einem Niedrigdosis-CT in Deutschland gesetzlich geregelt. Sie setzt eine ärztliche Beratung und besondere Anforderungen an Praxis und Untersucher voraus. Ob sie für Sie infrage kommt, besprechen Sie mit Ihrem Arzt; gern beraten wir Sie dazu.
So läuft Ihre Untersuchung ab
Besondere Vorbereitung: Für ein CT der Lunge ohne Kontrastmittel ist keine Vorbereitung nötig. Ist ein Kontrastmittel vorgesehen, fragen wir vorab Ihre Nierenwerte, Schilddrüsenerkrankungen und bekannte Unverträglichkeiten ab. Bringen Sie Voraufnahmen und Vorbefunde bitte mit.
Schritt für Schritt
- Sie liegen bequem auf dem Rücken, die Arme über dem Kopf. Das CT ist kurz und offen gebaut, keine enge Röhre.
- Während der Aufnahme bitten wir Sie, kurz die Luft anzuhalten. Die eigentliche Aufnahme dauert nur wenige Sekunden.
- Nur bei bestimmten Fragestellungen geben wir über einen kleinen venösen Zugang ein Kontrastmittel. Ein kurzes Wärmegefühl dabei ist normal und vergeht nach wenigen Augenblicken.
- Anschließend werten unsere Fachärzte die Bilder sorgfältig aus; Ihre behandelnde Praxis erhält einen strukturierten Befund.
Warum die Radiologie Biberach
Wir sind eine arztgeführte radiologische Praxis, ein Standort der Radiologie Parkstrasse Ulm, geführt von Dr. med. Philipp May und Dr. med. Martin Sinn, beide Fachärzte für Radiologie. Bei uns befundet ein Facharzt Ihre Bilder und schreibt einen klaren Befund für Ihre weiterbehandelnde Praxis.
Kosten & Kostenübernahme
Mit einer ärztlichen Überweisung ist das CT der Lunge bei medizinischer Notwendigkeit in der Regel eine Leistung der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Ohne medizinische Notwendigkeit ist es eine Selbstzahlerleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); den Betrag nennen wir Ihnen vorab in einem unverbindlichen Kostenvoranschlag.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Strahlenbelastung?
Brauche ich ein Kontrastmittel?
Wie lange dauert die Untersuchung?
Brauche ich eine Überweisung?
Quellen: S3-Leitlinie Lungenkarzinom (AWMF 020-007OL) · Fleischner-Society-Empfehlungen zu Lungenrundherden · Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung (LuKrFrühErkV). Dieser Text dient Ihrer Information und ersetzt kein ärztliches Gespräch.